Maßnahmen für Jugendliche nach dem JGG
Bei den Ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz handelt es sich um pädagogische Maßnahmen, die es ermöglichen, auf Straftaten von Jugendlichen und Heranwachsenden gezielt individuell zu reagieren.
Der SKM führt seit 1991 für den Amtsgerichtsbezirk Memmingen durch:

a) Die Betreuungsweisung (BW):
Eine BW dauert von sechs Monaten bis zu einem Jahr. Die einzelnen Jugendlichen bekommen vom Gericht die Weisung, für die vorbestimmte Zeitdauer mit dem SKM zusammenzuarbeiten.
Ziel der Maßnahme ist die Erlangung von Stabilität in einer Lebensphase, in der sich der Einzelne in einer Umbruchsituation befindet, sowie die konstruktive Gestaltung der Zukunft und die Vermeidung weiterer Straftaten. Dazu sind notwendig das Aufarbeiten von belastenden persönlichen Erfahrungen, das Einüben lebenspraktischer Fertigkeiten, die Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Ausbildung, eine Hilfestellung beim Umgang mit Behörden, ganz allgemein Hilfestellung bei der Konfliktbewältigung bei Arbeit, Familie und Freizeit.

b) Der Soziale Trainingskurs (STK):
Neben der Einzelfallhilfe ist die soziale Gruppenarbeit ein weiteres klassisches Feld der Sozialarbeit. Die Zielsetzung für den STK ist die Auseinandersetzung mit dem problematischen Sozialverhalten, die Auseinandersetzung des Einzelnen mit seinen verschiedenen Rollen in der Gesellschaft, Toleranz gegenüber den individuellen Eigenheiten der Anderen in einer Gemeinschaft und damit Toleranz gegenüber Fremdem, das Kennenlernen und Einüben von Konfliktlösungsstrategien und die Erweiterung der persönlichen Handlungskompetenz durch die Interaktion in der Gruppe.
Die angewandten Methoden sind handlungsorientiert (Rollenspiele), themenzentriert (Wandzeitungen, Diskussionen) und erlebnisorientiert (Aktionen außerhalb der Seminarräume).

c) Der Täter – Opfer – Ausgleich (TOA):
Beim TOA soll die Bewältigung des Konflikts an die Beteiligten zurückgegeben werden, indem in Zusammenarbeit mit einem Vermittler eine von allen Seiten akzeptierte Lösung gefunden wird. Dem Täter wird die Möglichkeit geboten, die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Es soll bei ihm ein Lernprozess eingeleitet werden, ähnliche Situationen in Zukunft regelkonform zu meistern. Neben einer Aussöhnung soll der TOA dem Opfer helfen, die eigenen Interessen und Anliegen zu vertreten. Der TOA bietet den Ausgleich von materiellen und immateriellen Schäden an. Der TOA ist für Täter und Opfer ein freiwilliges Angebot.


Die Maßnahmen werden im SKM Haus in der Kuttelgasse 15 durchgeführt.


Ansprechpartnerinnen sind Frau Hilmann, Frau Bauschmid und Frau Andor.
Tel. 08331 / 9605-450.







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